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Zwischenlandung: Schweizer Wirtschaft startet im 2017 wieder durch

Basel, 30.01.2015 – Die Frankenaufwertung hält die Schweizer Wirtschaft weiter in Atem: Gemäss der neuesten Prognose von BAKBASEL sind hierdurch zwar recht starke aber relativ kurzfristige negative realwirtschaftliche Auswirkungen zu erwarten. Für das Jahr 2015 wird mit einem leichten Rückgang des Schweizer Bruttoinlandsprodukt von 0.2 Prozent (2014: +1.8%) gerechnet. Dass dieser Rückschlag nicht stärker ausfällt, ist dem intakten weltwirtschaftlichen Umfeld und nicht zuletzt zusätzlichen Stimuli wie dem tiefen Ölpreis zu verdanken. Auch 2016 bleibt das Wachstum mit 0.9 Prozent noch unterhalb der Potenzialrate. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit bis Ende 2015 auf 3.5 Prozent an und es kommt 2015 und 2016 zu sinkenden Preisen. Die zentrale Annahme für die hier vorgestellte Prognose ist, dass der Franken 2015 nahe an der Parität zum Euro verharrt und in den Jahresdurchschnitten 2016und 2017 auf 1.05 bzw. 1.13 CHF/Euro abwertet.
 
Mittelfristig wird sich die Schweizer Wirtschaft nach dem Anpassungsschock jedoch wieder deutlich erholen: Im Jahr 2017 ist von einem dynamischen Schweizer BIP-Wachstum in Höhe von 3.1 Prozent auszugehen, wenn sich der Schweizer Franken wie erwartet stabilisiert. Strukturell gefestigt, von einem dynamischen internationalen Umfeld profitierend, wird sich der Investitionsstau in der Schweiz lösen und für neuen Auftrieb sorgen.

Medienmitteilung

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