Regulation

Regulierungen korrigieren Marktversagen und kompensieren externe Effekte. Regulierungen kosten aber auch: Direkt, in Form von Administration und Controlling, oder indirekt, über inkompatible Anreize oder Regierungsversagen. Der optimale Regulierungsgrad lässt sich theoretisch nicht herleiten. Um diese Frage zumindest teilweise beantworten zu können, muss auf empirische Studien zurückgegriffen werden. Regulierungen greifen auf vielen Ebenen eines Wirtschaftssystems und entsprechend komplex ist der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und -regulierung. Die International Benchmarking Database enthält zwei Indikatoren zur Messung des allgemeinen Regulierungsgrades auf nationaler Ebene: Produktmarktregulierung und Arbeitsmarktregulierung.


Buttom-Up Indikator

Der Indikator für die Produktmarktregulierung ist «buttom-up» aufgebaut. Er umfasst unter anderem grundlegende Indikatoren zur Beschreibung des Anteils Staatseigentum, staatlicher Preisregulierungen, administrativer Hürden für Unternehmen oder Handelsbarrieren. Der Indikator für die Arbeitsmarktregulierung berücksichtigt die Gesetzgebung für den Arbeitnehmerschutz.


OECD-Daten als Basis

Die Regulierungsindikatoren decken den Zeitraum von 1980-2005. Die Berechnung beruht auf der OECD-Regulierungsevaluation der Jahre 1990, 1998 und 2003. Die allgemeinen Regulierungsindikatoren, die denen der International Benchmarking Database zugrunde liegen, fassen ein breites Informationsspektrums zusammen, dessen einzelne Bestandteile aufgrund einer Faktorenanalyse gewichtet werden. Die Zeitreihen für die Entwicklung zwischen den Fixjahren 1990, 1998 und 2003 wird geschätzt. Dabei berücksichtigt BAK Economics branchenspezifische Indikatoren der Internationalen Regulierungsdatenbank der OECD und Subindizes des «Index of Economic Freedom», der vom Fraser-Institut veröffentlicht wird (CATO-Index). Der Ansatz des CATO-Regulierungsindex ist bergleichbar mit demjenigen der OECD und ein Querschnittsvergleich führt zu ähnlichen Länder-Ratings.

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