Finanzen

Finanzsektoranalysen

In vielen Metropolen Europas hat sich der Finanzsektor (Banken, Versicherungen und übrige Finanzdienstleister) zu einer wichtigen Säule von Wertschöpfung und Wohlstand entwickelt.

Im Projekt «Monitoring Financial Centers» werden verschiedene konkurrenzierende Finanzzentren beschrieben und miteinander verglichen. Dabei wird die Branche Finanzdienstleistungen untergliedert in (a) Banken, (b) Versicherungen und (c) übrige Finanzdienstleistungen mit sehr detaillierter Darstellung der Performance und deren Analyse.

Neben Wertschöpfung und Beschäftigung werden auch weitere in der Finanzindustrie gebräuchliche Kennzahlen erhoben, wie z.B. Assets under Management, Bankbilanzsummen, Emissionsvolumina, Börsenumsätze oder Prämienvolumen von Versicherungen. Ausser den Performance-Indikatoren werden auch das Marktpotenzial und die Rahmenbedingungen als massgebende Variablen erhoben und deren Einfluss auf die Performance (Niveau und Dynamik) analysiert.
 
Ansprechpartner:
Michael Grass
T +41 61 279 97 23
michael.grass(at)bak-economics.com

Marc Bros de Puechredon
+41 61 279 97 25
marc.puechredon(at)bak-economics.com

 


Indikatoren

Performance und Rahmenbedingungen
 
Wie kann Performance im Finanzsektor gemessen werden?
Was sind aussagekräftige und branchenübliche Indikatoren zur Messung der Performance und Wettbewerbsfähigkeit im Finanzsektor? In der Finanzbranche klaffen die üblichen volkswirtschaftlichen Performance-Indikatoren und die in der Branche selber mehrheitlich verwendeten Indikatoren weit auseinander. Deshalb werden beide Aspekte berücksichtigt.
 
Welches sind die Einflussfaktoren?
Die Attraktivität eines Standorts für den Finanzsektor wird sowohl durch angebotsseitige wie auch durch nachfrageseitige Faktoren bestimmt.
Auf Seiten der Nachfrage ist vor allem relevant, wie gross der Markt ist, der von einem bestimmten Finanzplatz aus bedient werden kann. Dies hängt zunächst vom Marktpotenzial im engeren Sinn ab. Darunter wird das Volumen verstanden, das für eine Bedienung durch den Finanzsektor überhaupt zur Verfügung steht. Je nach betrachtetem Teilbereich kann dies beispielsweise das Bruttoinlandprodukt (als Proxy für die wirtschaftlichen Aktivitäten), das Bruttosozialprodukt (als Proxy für das Einkommen), die Zahl der vermögenden Privatpersonen, das Vermögen der Privatpersonen, das Vermögen institutioneller Anleger, das Volumen des Kapitalmarkts oder die Zahl der Unternehmen sein. Hier geht es um das Niveau und den Wachstumstrend des Heimmarktes. Diese Faktoren sind zwar im Rahmen einer Standortpolitik direkt praktisch nicht zu beeinflussen, spielen aber für die Attraktivität eine grosse Rolle. Die natürlichen Marktbegrenzungen (geographisch, national, kulturell) werden deshalb gemessen und verglichen.
 
Das effektive Volumen des Heimmarktes eines Finanzplatzes wird aber auch direkt durch die Politik beeinflusst. Durch regulatorische Erleichterungen beispielsweise im Kapitalverkehr oder in der Aufsicht können die Grenzen des natürlichen Heimmarkts verschoben werden. Eine wichtige Rolle spielt auch die Steuergesetzgebung, da durch Steuern einerseits das insgesamt verfügbare Volumen verändert wird, andererseits ein Keil zwischen die erbrachte Dienstleistung des Finanzsektors und den Nutzen des Kunden getrieben wird. Relevant sind dabei insbesondere die Steuern auf Einkommen, auf Kapitalerträge, auf Vermögen und auf Erbschaften.


Standorte

Welche Finanzplätze sind relevant?
Abgesehen von der flächendeckenden Grundversorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit Finanzdienstleistungen (Retail-Front von Banken und Versicherungen) werden Finanzdienstleistungen überwiegend räumlich stark konzentriert erbracht. Folglich sind nationale Daten (z.B. durch die Zentralbanken erhobene) oft gute Indikatoren für den jeweils führenden Finanzplatz (z.B. Emissionsvolumen von Aktien oder Obligationen). Wo immer möglich werden aber für den jeweiligen Finanzplatz abgegrenzte Daten erhoben.

Die folgende Auflistung gibt eine Übersicht über die für das Projekt relevanten Finanzplätze.

Schweiz
Zürich (sowie Genf, Tessin, Basel)
Deutschland
Frankfurt
Frankreich
Paris
Österreich
Wien
Italien
Mailand
Liechtenstein
Vaduz
Spanien
Madrid
Holland
Amsterdam
Belgien
Brüssel
Luxemburg
Luxemburg
United Kingdom
London, Edinburgh
Irland
Dublin
USA
New York, (Chicago)
Japan
Tokyo
China
Hongkong, (Shanghai)
Singapur
Singapur

BAK Economics AG
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E-Mail: info(at)bak-economics.com