Life Sciences

Die forschungsintensive Life Sciences gehört nicht nur zu den produktivsten Industrien der heutigen Wirtschaft, sondern unterscheidet sich im Branchenspektrum auch mit dem grössten Wachstumspotential. Technologischer Fortschritt, die zunehmende Alterung der Bevölkerung sowie das Erstarken einer neuen Mittelklasse in den Schwellenländern prognostizieren der Life Sciences Industrie grosse Chancen für die Zukunft.

Das Branchenaggregat Life Sciences bezieht sich auf die Herstellung medizinischer und lebens-bewahrender Güter. Dazu gehört neben der Produktion und Entwicklung von Medikamenten auch die Herstellung diagnostischer und orthopädischer Instrumente, die Herstellung von Impfstoffen etc. Die forschungsintensiven Aktivitäten kombinieren das Knowhow aus diversen Disziplinen, wie der Pharmazie, Medizin, Neurologie, Mikrobiologie und weiteren technologischen Forschungsfelder.

Um diese interdisziplinären Aktivitäten quantitativ zu erfassen und zu verfolgen, definiert BAK, gestützt auf Expertenmeinungen und gängiger Praxis, die Life Sciences Aktivitäten als Aggregat folgender Branchen:

  • Pharmazeutische Industrie
  • Medizintechnik
  • Forschung in Biotechnologie

Diese Definition ist detaillierter als die übliche Branchenaufteilung in offiziellen Statistiken. BAK hat diese Subbranchen in seine Modellwelt aufgenommen. Dies erlaubt dadurch eine detaillierte Abbildung und ein langfristiges Monitoring der Life Sciences Industrie im nationalen sowie im internationalen Vergleich.

Kernprojekt «Monitoring Life Sciences Locations»

Kern des Monitorings ist eine umfassende Datenbank. Diese Datenbank enthält Indikatoren zur Messung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Bedeutung der Life-Sciences-Industrie auf regionaler und nationaler Ebene. Dazu sind verschiedenste Indikatoren zu den regionalen und nationalen Rahmen- bzw. Standortbedingungen sowie des Life-Sciences-Marktes enthalten. Das Projekt «Monitoring Life Sciences Locations» umfasst momentan 16 internationale Regionen und 15 verschiedene Länder, die zeitliche Dimension erstreckt sich von 1980 bis zum jeweils vergangenen Jahr.

Die den Projektträgern exklusiv zur Verfügung stehende Datenbank des Projekts «Monitoring Life Sciences Locations» wird einmal pro Jahr aktualisiert. Bei Bedarf werden zusätzliche Life Sciences Standorte in die Datenbank integriert. Dies erlaubt ein aktuelles und relevantes Benchmarking der verschiedenen führenden und aufstrebenden Life Sciences Standorte.  
 
Life Sciences Report, Executive Summary 2011/2012


Life Sciences Barometer

Der Life Sciences Barometer bewertet die Leistung und die Rahmenbedingungen für die Life Sciences Industrie einer ausgewählten Region, sowohl im Vergleich zu Konkurrenzregionen, wie auch im Zeitablauf. Die Konstruktion zweier Indizes, dem Index Wirtschaftsleistung und dem Index Rahmenbedingungen, erleichtert dabei die jeweiligen Vergleiche Vergleich. Durch die detaillierte Darstellung der im Barometer verwendeten Indikatoren können die Ursachen von Veränderungen zurückverfolgt und nachvollzogen werden. Ziel ist es, mögliche Problemfelder und Verbesserungsmöglichkeiten zeitnah zu identifizieren um somit für Wirtschaft, Politik und Lobby-Organisationen, welche sich im stark zunehmenden Standortwettbewerb befinden, ein hilfreiches Informations-Instrument zu bieten.

Die beiden Teilindizes des Life Sciences Barometer bestehen wiederum beide aus mehreren Teilindikatoren. Der Index "Leistung" beschreibt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, der Index "Rahmenbedingungen" die Rahmenbedingungen der lokalen Life Sciences Industrie. Die Unterscheidung in «Leistung» und «Rahmenbedingungen» ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Wirkungsbereiche.
 


Indikatoren

Die enthaltenen Indikatoren im Projekt «Monitoring Life Sciences Locations» lassen sich durch fünf Hauptfelder zusammenfassen:

Bereich Indikatoren pro Bereich
Performance Indikatoren 
  • Bruttowertschöpfung
  • Zahl der Erwerbstätigen
  • Stundenproduktivität
 
Life-Sciences-Treiber 
  • Pharma-Verkäufe
  • Bevölkerungswachstum
  • Demographischer Wandel
  • Ärztedichte
 
Rahmenbedingungen, allgemein 
  • Erreichbarkeit
  • Produkt- und Arbeitsmarktregulierung
  • Besteuerung von Unternehmen und hochqualifizierter Arbeitnehmender
  • Wettbewerbsfähigkeit der Vorleistungsindustrie
  • Vorhandensein internationaler Schulen
 
Life-Sciences-spezifische Rahmenbedingungen 
  • Arbeitskosten
  • Akzeptant von Biotechnologie und Gentechnologie
 
Innovationskapazität 
  • Entrepreneurship
  • Venture Capital
  • Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitnehmender
  • F&E-Ausgaben
  • Patente
  • Publikationen
  • Qualität der lokalen Universitäten
 
Quelle: BAK Economics 

 


Projekte

Projekt Teilnahme

  • Kanton Basel-Stadt
  • Kanton Basellandschaft
  • Basler Handelskammer
  • Interpharma (Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz)

Forschungspartner

  • Ernst & Young (life sciences, biotechnology)
  • Shanghai Jiao Tong University (quality of universities)
  • Thomson Scientific Ltd. (patents, publications)
  • Dun & Bradstreet (company start-ups)
  • ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (taxation)
  • IVT Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme (accessibility)

Ansprechpartner:
Simon Fry
T +41 61 279 97 39
simon.fry(at)bak-economics.com

Marc Bros de Puechredon
T +41 61 279 97 25
marc.puechredon(at)bak-economics.com

BAK Economics AG
T +41 61 279 97 00
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